PARTNERWAHRNEHMUNG I
Učení se jazyku – cesta k lepšímu vzájemnému rozumění
Za stěžejní cíl vyučování jazyku nepovažujeme ovládání gramatiky, slovní zásoby, výslovnosti ani nácvik řečových dovedností, nýbrž učení se lepšímu vzájemnému rozumění. Tento cíl nepovažujeme za samozřejmý. Proto chceme v oddíle „Partnerwahrnehmung“ – „Vnímání partnera“ věnovat pozornost cvičením, v nichž se spojí učení se jazyku s vnímáním, zaměřením a reakcí na spolužáka, partnera, člena týmu a s přípravou dialogu.
Naše tři videa (Partnerwahrnehmung I-III) reprezentují pouze jeden typ cvičení, při němž se nejméně dvě osoby střídají v předčítání tak, že věnují vždy pozornost svým předčítajícím partnerům, poslouchají je pozorně a pak na ně navazují svým textem.
Dále nabízíme ještě několik různorodých cvičení, v nichž jde vždy o vnímání druhého, o interakci, zpětnou vazbu, souhru. Východiskem těchto cvičení jsou postupy komunikačních konceptů TZI (Themenzentrierte Interaktion) a NLP (Neurolinguistisches Programmieren), v nichž jde mimo jiné o pozornost vůči partnerovi, o takt, udržování kontaktu, vnímání rozpoložení a kondice partnera a přizpůsobení se partnerovi, ale i o převzetí iniciativy a spoluvytváření dynamiky učebního procesu.
Zehn Geschwindigkeiten
Die TN gehen durch den Raum. Es gibt zehn Geschwindigkeiten: Geschwindigkeit 1 ist extrem langsam (Zeitlupe), Geschwindigkeit 10 ist am schnellsten.
Der Anleiter fängt zum Beispiel mit der Geschwindigkeit 3 an. Alle schlagen die G3 an, ahmen den Anleiter an und beobachten sich gegenseitig. Jeder TN kann (und soll mindestens einmal) eine Änderung initiieren, diese Änderung soll von den anderen erkannt und nachgeahmt werden.
Wie kommen wir voran?
Die TN gehen durch den Raum. Die potentiellen Veränderungen der Bewegung werden im Tafelanschrieb vorgegeben und dann frei ausgewählt (gehen, hüpfen, springen, spazierengehen, bummeln, hinken, taumeln, tanzen, stolpern, schleichen, Frosch springen, auf Zehenspitzen gegen, stampfen, auf dem Mond gehen, im fahrenden Schnellzug gehen, sich im Box-Ring bewegen, über Pfützen springen, in einem dichten Wald gehen, ein Tablett in der Mensa zum Tisch bringen, zum Bus laufen, eine frequentierte Straße überqueren, Schi laufen, Schlittschuh laufen...
Guten Tag
Im Kreis wird in gleichmäßigem Rhythmus der Gruß „Guten Tag“ empfangen und weitergegeben – jeweils mit einer deutlichen Handbewegung. Jeder Teilnehmer (TN) grüßt im gleichmäßigen Rhythmus zurück und gibt den Gruß im Kreis weiter.
In der nächsten Runde wird der Gruß im ersten Schritt erwidert bzw. nachgeahmt, für den nächsten Partner wird dann aber im zweiten Schritt Intonation, Emotionalität, Sprechtempo, Stimmlage, Körperbewegung modifiziert. Jeder TN erwidert den Gruß zuerst, so, wie er war, lässt sich dann aber für die Weitergabe eine Modifikation einfallen.
Begrüßung
Die Teilnehmer gehen bei Musik durch den Raum und grüßen sich gegenseitig, reichen sich die Hand, verbeugen sich. Grüße können vor dieser Übung wiederholt, evtl. an die Tafel geschrieben werden. (Guten Tag, Guten Morgen, Guten Abend, Servus, Hallo, Grüß Gott, Gute Nacht, Auf Wiedersehen, Auf Wiederhören, Ade, Tschüß ...)
Ein Wiedersehen nach vielen Jahren
Die Teilnehmer gehen durch den Raum und begegnen plötzlich einem einstigen Freund. Sie haben sich vor ein paar Jahren aus den Augen verloren, obwohl sie früher eng befreundet waren. Sie reichen sich die Hand, vielleicht umarmen sie sich sogar ... Sie sind sehr überrascht. Wie grüßen sie sich jetzt? Und was sagen und was erzählen sie sich jetzt?
Vorstellung
Die Teilnehmer stehen im Kreis und stellen sich vor: „Ich bin Peter“ Sie machen eine Bewegung dabei (aufspringen, sich vorbeugen, sich um die eigene Achse drehen, ...). Alle machen diese Bewegung nach und sagen dabei: „Das ist Peter“.
Links, rechts, rüber, stopp
Die Teilnehmer stehen im Kreis. Ein Teinehmer sendet gleichzeitig einen verbalen und einen motorischen Impuls aus: das Wort „links“ oder „rechts“ und die entsprechende Armbewegung. Der Impuls wird a) nur in der gleichen Richtung, also ständig nach links („links“), evtl. ständig nach rechts („rechts“) weitergeschickt, b) oder hinüber zu einem der gegenüberstehenden Teilnehmer („rüber“). Dieser Teilnehmer darf den empfangenen Impuls entweder nach links oder nach rechts oder aber hinüber schicken. c) Jeder Impuls kann jederzeit gestoppt werden (das Wort „stopp“ mit abwehrender Geste beider Handflächen); der gestoppte Sender darf den Impuls hinüber schicken („rüber“) oder es nochmals in seiner ursprünglichen Richtung versuchen.
Stimmen
Die Teilnehmer stehen im Kreis und lesen Stück für Stück einen Text vor. Jeder Vorleser wählt ein bestimmtes Tempo (langsam, schnell), die Pausengebung, die Stimmhöhe. Der nächste ahmt ihn zuerst ein paar Sekunden nach, dann modifiziert er die Diktion.
Dreimal vorlesen
Die TN lesen einen Textabschnitt dreimal: 1) ohne die Betonung zu ändern, so daß die Stimme die ganze Zeit auf derselben Höhe und gleich stark bleibt, 2) mit natürlicher Betonung und Intonation und 3) schließlich mit intensiver, oder sogar übertriebener Betonung und Intonation. In der anschließenden kurzen Diskussion wird die optimale Art des Vorlesens vorgeschlagen.
Stimme und Emotion
Der Vorleser bringt eine bestimmte Befindlichkeit zum Ausdruck: Ärger, Wut, Freude, Überraschung, Langeweile, Ungeduld, Interesse, Trauer, Ekel, Müdigkeit, Glück, Neugier, Ungeduld, Zustimmung, Mißmut. Die zuhörenden TN versuchen die Befindlichkeit zu deuten.
Stimme – Situation – Sprecherrolle
Die TN befinden sich in unterschiedlichen Situationen und úbernehmen unterschiedliche Rollen. Sie nutzen den Raum, die Möbel, einfache Requisiten aus. Auch Mitspieler können engagiert werden. Bezüglich der Leserrollen werden von den Teilnehmern Hypothesen gebildet. Falls sich jemand mit seiner Rolle nicht identifizieren kann, sollte ihm Rollentausch ermöglicht werden. Auch hier sollen die Zuhörer die Rolle erkennen.
Rollen I: In der Schule
- Der Schuldirektor will wissen, wer das Fenster im Biologiekabinett zerbrochen hat.
- Der Schüler wird an der Tafel geprüft.
- Der Schüler liest in der Klasse einen Absatz vor.
- Bekanntgabe des Bombenalarms im Schulrundfunk.
- Die Klassenlehrerin spricht zu den Schülern.
- Eine Studentin wird geprüft. Sie hat Lampenfieber.
- Ein Schüler lernt zu Hause Vokabeln.
- Die Lehrerin diktiert ein Diktat.
Rollen II:
- Der Discjockey kündigt einen neuen Hit an.
- Der Festredner eröffnet die internationale Konferenz zur Umweltschutzproblematik.
- Ein Parlamentsvorsitzende spricht zu den Abgeordneten.
- Der Betriebsdirektor hat die Geduld verloren.
- Die Fernsehansagerin sagt das Fernsehprogramm an.
- Ein Kind lügt hartnäckig.
- Der Pfarrer hält seine Predigt anläßlich der Jahrtausendwende.
- Der erwachte Schläfer erzählt seinen Traum.
- Eine Freundin erzählt einer anderen Freundin ein Geheimnis.
- Die Mutter verabschiedet sich von ihrem Kind auf dem Bahnhof.
- Die Großmutter erzählt ihrem Enkelkind ein Märchen.
- Die Ehefrau streitet mit ihrem Mann.
- Der Präsident verliest seine Neujahrsansprache.
- Ein Schauspieler spricht auf der Bühne.
- Der Generaldirektor führt eine Regierungsdelegation durch seinen Betrieb.
- Der 5000-Meter-Läufer hat das Ziel erreicht