Szenische Interpretation
Wörter, Satzteile, Zeilen oder Abschnitte des vom Sprecher vorgelesenen oder vorgetragenen Textes werden mit Aufstellungs- und Bewegungsabläufen und anderen Handlungen der Schauspieler begleitet.
Dabei müssen einige elementare Überlegungen in folgenden Richtungen gemacht werden:
- Wie wird der Anfang gestaltet?
- Wie betreten die Ausführenden die Bühne? Quasi spontan, chaotisch, wild oder ordentlich und geregelt?
- Wie wird das Signal zum Anfang, wie werden Signale für Übergänge gegeben?
- Wie stellen sich die Schauspieler auf? Treten sie als Einzeldarsteller oder als Kleingruppen auf?
- Wo stehen die Erzähler, wo die Musiker, wo die Schauspieler? Kommt die anfängliche Aufstellung den später zu gestaltenden Veränderungen der Bühnenkonstellationen gut entgegen?
- Wie werden die Übergänge zwischen den einzelnen Inszenierungssabschnitten gestaltet? Wie wird der Abschluss gestaltet? Wie wird die Reaktion auf den Beifall gestaltet?
Das Spektrum der szenisch-interpretatorischen Möglichkeiten sehen wir in der Spannbreite zwischen einer einfachen Begleitung der Wörter, Zeilen, Abschnitte, Strophen mit körpersprachlichem Ausdruck der Schauspieler, ausgedrückt zum Beispiel durch Standbilder auf der einen Seite, auf der anderen Seite in der Auswahl und Kombination aller weiteren Inszenierungsmodalitäten auf der anderen Seite.