Klang

Einbeziehung von Klangeffekten in hörspielartigen Texten stellt eine einfache und viele Realisierungsmöglichkeiten bietende Variation des publikumsorientierten Vorlesens dar. In der Gruppenarbeit kann entweder ein identischer Text als Hörspiel vorbereitet werden, oder den Gruppen werden unterschiedliche Texte zugeteilt und hörspielartig bearbeitet.
Das Publikum hört dann mit geschlossenen Augen zu. Die Darsteller sollen sehr langsam und deutlich sprechen – sie müssen sich dessen bewusst sein, dass das Publikum den Text meist zum ersten Mal und dazu nur einmal hört.
Die Ideen für die Klangproben ergeben sich immer aus dem konkreten Text. Es werden also werden Schritte gemacht, Türen geöffnet und geschlossen, Gemüse geschnitten. Die Teller klirren, das Papier knistert, das Wasser fließt, die Mücke summt. Es ist außerdem von Nutzen, wenn man auch andere Manipulationen mit Gegenständen ausprobiert und modifiziert. So empfiehlt Eva Engel (1993) folgende Tricks: Für den Regen lässt man Reis in eine Pappschachtel rieseln, für den Wind wird mit der Bürste über Stoff gestrichen, für den Motor wird ein Handmixer eingeschaltet, für den Verkehrsunfall lässt man Besteck in einem Kochtopf auf den Boden fallen, für das Feuer wird Zellophan zerknüllt...
Viele Texte lassen sich mithilfe von einfachen Veränderungen zu Hörspieltexten adaptieren. Im Hinblick auf die Adaptation sind folgende Überlegungen von Belang: