In unserem „Theater als Tanz“ wird der Text von den Tänzern rhythmisch gesprochen (z.B. Rap) oder die Rollen von Sprechern und Tänzern werden aufgeteilt (z.B. Aerobic-Tanz). Die Tanzkomponente kann aber auch viel einfacher sein. Wir berufen uns hier auf die Tradition des Tanztheaters, wie sie sich seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts herausgebildet hat (vgl. Tanztheater 2009), und in diesem Rahmen auf folgende Thesen:
- Der Tanz muss nicht perfekt bzw. schön sein.
- Alle Formen der Bewegung sind möglich. Im Rahmen der jeweiligen Choreographie werden vor allem Rhythmus, Regelmäßigkeit, Wechsel, Synchronisierung, Stabilisierung und Destabilisierung, Schritte nach vorn, nach hinten, in die Seiten, Sprung-, Marsch- und andere -Schritte, Heben und Senken der Arme, Dehnen und Zusammenziehen des Körpers samt Raumausnutzung in Erwägung gezogen.
- Die Tanzform und die Choreographie hängen von den Darstellern ab.
- Im Zusammenhang mit der Textauslegung bringen die Tänzer durch Gesten und Bewegungen ihren Eindruck vom Text, ihre Befindlichkeit, ihre Gefühle, aber auch ihren Charakter, ihre Erfahrung, ihre bevorzugten körperlichen Bewegungsmodalitäten zum Ausdruck.
- Es geht vordergründig um Einsetzung der Körpersprache als freie Übersetzung des Textes in die Bewegung – in Verbindung mit Gesang, Musik, Geräuschen.
Als inspirativ empfinden die Schüler unserer Erfahrung nach zum Beispiel die Konzepte der Eurhythmie, des Aerobic, des Rap.