Standbildtheater
Das Standbildtheater wird manchmal auch Statuentheater, Fotoausstellung, Diareihe genannt. Das Prinzip der Arbeit besteht darin, dass die TeilnehmerInnen einzeln, in Paaren oder Kleingruppen mit ihren Körpern ein Standbild bauen, darin einfrieren und für einige Sekunden verharren. Das Standbild drückt ein Motiv, ein Thema oder einen Konfliktmoment des vorliegenden Textes oder eines Textes im Kopf aus und es entsteht als Ergebnis der jeweiligen körperlichen Fertigkeiten der TeilnehmerInnen, ihrer Ich- und Welterfahrung, ihrer Lebenseinstellungen und Imaginationen. Neben der Körperhaltung werden Gesten, Mimik, Blickrichtung, in Paar- und Gruppenarbeit auch das gegenseitige Verhältnis der Standbildbauer mit einbezogen.
Im Hinblick auf die Sprach- und Textarbeit eröffnet das Standbildtheater eine Reihe von Möglichkeiten.
Standbilder und die Situationen, in denen sie eingebettet sind, werden gedeutet und erklärt, in die Vergangenheit und Zukunft hineinversetzt, sie verbildlichen ausgewählte Textstellen oder illustrieren bzw. aktualisieren in mehreren unterschiedlichen Entwürfen ein einziges Textmotiv, z.B. Gerechtigkeit, Missverständnis, Gefahr.